Das Stress-Seminar

von Dr. Dr. med. Thomas Beck

Was ist Stress, was ist burnout?

Stress bedeutet soviel wie „Anspannung“, „Druck“ oder „Belastung“. Viele Menschen haben den Eindruck, dass sich die Zeit immer mehr beschleunigt und fühlen sich wie in einer Maschine gefesselt. Stress ist ein gesellschaftliches Problem geworden, jeder fühlt sich gestresst. Die Muße „aktiver Gelassenheit“ ist abhanden gekommen. Aber auch gesellschafliche Umstände können Stress verursachen, so zum Beispiel die Umwälzungen im früheren Ostblock.

Allerdings gibt es erhebliche Unterschiede zwischen einer normalen inneren Anspannung (positiver Stress), die herausfordern und Kräfte freisetzen kann und negativem Stress, der zu burn-out führen und krank machen kann (z.B. Herzinfarkt, hormonelle Störungen, Depression).

Manchmal entwickelt sich ein Dauerstress, der langfristig die Lebensfreude raubt. Es entsteht das Gefühl, daß man nicht mehr dagegen ankommt, das nennt man dann Burnout. Burnout ist englisch und heisst ausbrennen, damit ist ein inneres Ausbrennen gemeint: nach einer Phase sehr starker Konzentration auf Arbeit und Beruf, stellt sich ein Gefühl der inneren Leere, von Mutlosigkeit und Versagensangst ein. Der Impuls etwas anzupacken wird immer schwächer. Viele fühlen sich demotiviert oder gehen in die „innere Kündigung“, Perspektivlosigkeit stellt sich ein.

Das richtige Umgehen mit Stress ist eine Basistechnik für alle Menschen in Familie und Beruf und kann die Entwicklung von burnout oft vermeiden.

Streß kann entstehen durch Überlastung, aber auch durch fehlerhafte Reaktionsmuster. Oft gehen schwerer Stress und burnout auf innere Einstellungen zurück, die in der Kindheit angelegt wurden und etwas mit mangelndem Vertrauen zu tun haben.

Es gibt aber auch aktuelle stressige Situationen, die herausfordern und die man mit Techniken für Stressmanagement besser bewältigen kann.

Negativer Stress (bis zum Burn-Out) ist ein Ungleichgewicht zwischen Aktivierung (Sympathicus-Nerv) und Erholung (Vagus-Nerv). Sympathicus‑ und Vagus‑ Nerv sind Teile des vegetativen Nervensystems, das die unbewußte innere Steuerung reguliert (Autonomes Nervensystem).

Ein solches Ungleichgewicht – bis zur Energieblockade – bringt weitreichende Umstellungen in den körperlichen Funktion mit sich, bis tief hinein in die hormonelle Steuerung.

Stressprozesse sind Ursache für Krankheit und vorschnelles Altern.

Manche Vorgänge wie den oxidativen Stress der Zellen kann man messen und gegebenenfalls krankhafte Veränderungen stoppen und umkehren.

Viele Krankheiten sind mit Stress vergesellschaftet: Herzrhythmusstörungen bis Herzinfarkt, Schlaganfall, Bluthochdruck, Schlafstörungen, hormonelle Störungen, Impotenz, etc

Stress kann erhebliche psychische Störungen verursachen vom Burn‑ out bis zur Depression.

Von Stressreaktion spricht man aber auch beim Erleben von erschreckenden, traumatisierenden Ereignissen, wie bei Unfällen oder Kriegshandlungen oder auch in der Kindheit z.B. in der Schule. Der Übergang zum Trauma ist fliessend.

Die Hauptstressfelder sind:

  • Beruf und Finanzen
  • Familie und Partnerschaft
  • Körper und Gesundheit

Stressreaktionen spielen sich in der Wechselwirkung ab zwischen der Umgebung und unseren:

  • Körperlichen Reaktionen
  • Stimmungen und Gefühlen
  • Gedanken
  • Verhalten

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